Novartis muss einen weiteren Rückschlag in seiner Pipeline verkraften: Der AOC-Kandidat del-desiran hat in der Phase III-Studie HARBOR bei Myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) den primären Endpunkt verfehlt. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Handfunktion gegenüber Placebo wurde nicht erreicht.

Wirkstoffe ins Gehirn: YUMAB und ISAR Bioscience wollen den Transferrin-Rezeptor nutzen, um Biologika über die Blut-Hirn-Schranke zu schleusen. Die Kooperation reiht sich in einen wachsenden Wettlauf um BBB-Shuttles ein – denn wer den Transportweg ins Gehirn beherrscht, könnte neue Wirkstoffklassen für neurologische Erkrankungen erschließen.

Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.

Wer nicht eng mit dem Scienc4Life-Wettbewerb in Hessen verbunden ist, hat es womöglich nicht mitbekommen: dieser mit gut drei Jahrzehnten Laufzeit besonders traditionelle Businessplan-Wettbewerb wird überraschend nicht fortgeführt. Dafür hatte es im Frühsommer noch keinerlei Anzeichen gegeben. Eine fehlende Unterschrift des Hauptsponsors bedeutete jedoch das Ende.

Novartis zahlt potenziell 3,2 Mrd. US-Dollar für einen Zugang zu Alteogens Plattform für subkutane Arzneimittel. Dahinter steckt mehr als Patientenkomfort: Delivery-Technologien werden zu einem wichtigen Instrument für Lifecycle-Management und neue Wirkstoffklassen.

In Wien war man auch Mitte August alles andere als untätig. Dort haben die Organoid-Experten von Heartbeat.bio mit Hilfe von zwei anderen Unternehmen eine nächste Stufe in der Validierung ihrer Analyseplattform erreicht. Geholfen haben dabei Molecular Device und Axxam.

Der französisch-amerikanische KI-Spezialist Owkin lizenziert seinen „AI Scientist“ K Pro samt multimodaler Patientendaten an Boehringer Ingelheim. Die Vereinbarung zeigt, wie Pharmaunternehmen agentenbasierte KI zunehmend direkt in ihre Forschungsprozesse integrieren.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen NovaGo Therapeutics hat eine Serie-B-Finanzierung über 24 Mio. Schweizer Franken (30 Mio. US-Dollar) abgeschlossen. Die Runde wurde von Neurimmune und Pureos angeführt.

Plectonic Biotech will T-Zell-Engager präziser machen. Die Münchner Biotech-Firma setzt dabei auf ihre LOGIBODY-Technologie, die Tumorzellen anhand einer Kombination mehrerer Antigene erkennt und erst dann eine Immunreaktion auslöst. Eine neue Kooperation mit Evotec soll nun zeigen, ob sich dieses Prinzip mit einer zusätzlichen T-Zell-Kostimulation verbinden lässt.

Ruhiger Sommermonat? Diese Zeiten sind in den globalen Weiten der Firmenuniversen einigermaßen vorbei. Zumindest im Nachrichtenstrom spürt man kaum ein Nachlassen, doch sicherlich heben sich manche Unternehmen die richtigen Knaller-News für nach dem Sommerloch auf. Doch die Einschätzung, was ein Knaller ist, liegt ja weiterhin im Auge des Betrachters.